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DE0005140008 514000 -   € -   €
 
 
 

Deutsche Bank-Aktie: Strategische und finanzielle Ambitionen für 2015 und die Folgejahre vorgestellt


11.09.2012
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) hat am Dienstag ihre strategischen Ambitionen für 2015 und die Folgejahre verkündet. Sie stellt damit die Weichen, um zur weltweit führenden, kundenorientierten Universalbank aufzusteigen.

Der Plan mit dem Namen "Strategie 2015+" legt dar, wie die Bank zum einen den kurzfristigen Herausforderungen in einem sich ändernden wirtschaftlichen Umfeld begegnen wird, und wie sie zum anderen Chancen nutzen will, die sich aus langfristigen Megatrends ergeben.

Jürgen Fitschen und Anshu Jain, Co-Vorsitzende des Vorstands und des Group Executive Committee, sagten: "Die Deutsche Bank hat das Ziel, langfristig als Gewinnerin aus den fundamentalen Umwälzungen in der Finanzbranche hervorzugehen. Der mittelfristige wirtschaftliche und regulatorische Ausblick ist herausfordernd, deswegen müssen wir unsere operative Performance und Effizienz erheblich verbessern. Dabei ist es nicht ausreichend, unsere Strategie an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen, sondern wir müssen auch unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen."

Mit der "Strategie 2015+" bekennt sich die Deutsche Bank zum bewährten Universalbankenmodell, ihrem Heimatmarkt Deutschland und ihrer globalen Aufstellung. Als zusätzliche Aspekte wurden die Notwendigkeit eines weiteren Risikoabbaus, organisches Wachstum der Kapitalbasis und eine höhere operative Leistungsfähigkeit genannt. Zudem wolle die Deutsche Bank eine Vorreiterrolle bei dem kulturellen Wandel im Finanzdienstleistungssektor einnehmen. Die vier Säulen ihres Geschäftsmodells sind aus Sicht der Bank optimal geeignet, um den Ertragsmix zu stabilisieren und den komplexer und globaler werdenden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Die "Strategie 2015+" schafft den Rahmen für die Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche Private & Business Clients, Corporate Banking & Securities und Global Transaction Banking, die um den neu geschaffenen, voll integrierten Unternehmensbereich Asset & Wealth Management ergänzt werden. Durch eine engere Zusammenarbeit der einzelnen Unternehmensbereiche und der Infrastruktureinheiten sollen erhebliche Synergien entstehen.

Der Unternehmensbereich Private & Business Clients (PBC), Marktführer im deutschen Privatkundengeschäft, will seine Position weiter stärken. Der Bereich wird die Vorteile seiner sehr starken Einlagenbasis nutzen und mehr Kredite an seine Privat- und Geschäftskunden vergeben. Nach Angaben des Kreditinstituts werden durch die bereits weit fortgeschrittene Integration der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) in den kommenden Jahren noch signifikante Synergien erwartet. PBC strebt unverändert eine Steigerung des Vorsteuerergebnisses seines operativen Geschäfts von 2 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf rund 3 Mrd. Euro bis zum Jahr 2015 an.


Erklärtes Ziel des Unternehmensbereichs Corporate Banking & Securities (CB&S) ist es, seine führende Position zu festigen, während das Geschäftsmodell überarbeitet wird. Um nachhaltig eine Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent nach Steuern in seinem operativen Geschäft zu ermöglichen, strebt CB&S eine Verringerung seiner Aufwand-Ertrag-Relation auf unter 65 Prozent an. Bis zum Jahr 2015 soll deshalb die Kostenbasis um 1,9 Mrd. Euro gesenkt werden.

Der neu integrierte Unternehmensbereich Asset & Wealth Management (AWM) ist ein wesentlicher Bestandteil des Universalbankmodells. Durch die Zusammenführung aktiver und passiver Anlagestrategien mit dem Publikumfondsgeschäft in einer Einheit kann die Bank das Potenzial ihrer rund 900 Mrd Euro an verwaltetem Vermögen voll ausschöpfen und einen Mehrwert für die Kunden schaffen. Nach eingehender Prüfung werden DWS Americas, DB Advisors, Deutsche Insurance Asset Management und RREEF integrale Bestandteile von AWM sein. Durch weitestgehende Beseitigung von Redundanzen entsteht eine effiziente Plattform für künftiges Wachstum. AWM strebt an, bis zum Jahr 2015 das Vorsteuerergebnis für sein operatives Geschäft von rund 0,8 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf ungefähr 1,7 Mrd. Euro zu steigern und gleichzeitig das verwaltete Vermögen auf rund 1 Bio. Euro auszuweiten. Der Bereich wird sich so klar als ein weltweit führender Anbieter etablieren.

Der Unternehmensbereich Global Transaction Banking (GTB) wird seine Wachstumsstrategie fortsetzen und weitere Marktanteile in allen Kundensegmenten, Produktbereichen und regionalen Märkten sichern. Es wird angestrebt, den Vorsteuergewinn von 1 Mrd. Euro im Jahre 2011 auf rund 2,4 Mrd. Euro bis zum Jahr 2015 zu verdoppeln.

Wie es weiter heißt, werde die Bank die Möglichkeiten zur organischen Stärkung ihrer Kapitalbasis nutzen, von der Gewinnthesaurierung bis zur Reduzierung von Boni. Bei vollständiger Umsetzung der Basel-3-Vorschriften erwartet die Bank zu Beginn des Jahres 2013 eine Tier-1-Kernkapitalquote von 7,2 Prozent. Dieser Wert soll den Planungen zufolge bis zum Ende des ersten Quartals 2013 auf mindestens 8 Prozent und bis zum Ende des ersten Quartals 2015 auf mehr als 10 Prozent steigen. Um den Abbau der risikogewichteten Aktiva aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen zu beschleunigen, bildet die Bank hierfür eigens eine Einheit "Non-Core-Operations", in der risikogewichtete Aktiva im Gesamtvolumen von rund 135 Mrd. Euro per Juni 2012 gebündelt werden. Diese Einheit umfasst primär verbriefte Wertpapiere von CB&S und anderen Unternehmensbereichen, aber auch operative Aktiva des Bereichs Corporate Investments. Als eigener Bereich wird sie transparent und voll verantwortlich arbeiten; sie soll Vermögenswerte möglichst effizient für die Bank verwalten und veräußern. Angestrebt wird zunächst eine Verringerung der Aktiva in Höhe von 45 Mrd. Euro bzw. 33 Prozent bis März 2013.

Um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben, wird die Bank zur Steigerung ihrer operativen Leistungsfähigkeit in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang Kosten, Redundanzen und Komplexität verringern. Es ist geplant, mit Umsetzungskosten von rund 4 Mrd. Euro in den kommenden drei Jahren bis zum Jahr 2015 jährliche Kosteneinsparungen von 4,5 Mrd. Euro zu erzielen. Knapp 40 Prozent bzw. 1,7 Mrd. Euro der geplanten Einsparungen entfallen auf die Infrastruktur der Bank einschließlich Investitionen in neue integrierte IT-Plattformen, die Rationalisierung der regionalen Backoffice-Aktivitäten und die Zentralisierung des Einkaufs. Daneben will die Bank durch den Verkauf von rund 40 Gebäuden ihr Immobilienportfolio straffen. Mit diesen Maßnahmen strebt die Bank an, die Aufwand-Ertrag-Relation bis 2015 auf weniger als 65 Prozent zu verbessern.

Angesichts des veränderten Marktumfelds und der strengeren Vorgaben zur Eigenkapitalausstattung unter Basel 3 strebt die Bank bis 2015 eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens 12 Prozent an. Dieser Rechnung liegt eine kalkulatorische Konzernsteuerquote von 30 bis 35 Prozent zugrunde.

Die Aktie der Deutschen Bank notiert derzeit mit einem Plus von 0,86 Prozent bei 32,12 Euro. (11.09.2012/ac/n/d)



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